Archiv des Autors: AS

Patenschaft

Einige Tiere unseres Vereins können auf Grund eines Handicaps und/oder ihres Alters schwer bzw. gar nicht mehr vermittelt werden.

Für diese Schützlinge suchen wir Menschen mit einem großen Herz, die eine Patenschaft für sie übernehmen. Der Pate/die Patin zahlt nach vorheriger Absprache einen bestimmten Betrag (siehe Formular „Antrag auf Tier-Patenschaft“).  Zahlungsweise und Betrag werden vom Paten im Antrag festgelegt.

Auf Wunsch des Paten wird er von uns in Wort und Bild über sein Patentier informiert. Wohnen die Paten in der Nähe der Pflegestelle, bei der das Patentier untergebracht ist, können sie das Tier regelmäßig besuchen und so ein enges Verhältnis zu „ihrem“ Tier aufbauen.

Eine Patenschaft  ist besonders dann sinnvoll, wenn jemand Tiere über alles liebt, aus bestimmten Gründen selbst aber kein Tier halten kann. Der Pate kann mit seinem Tier spazieren gehen und so Kontakt halten.

Wir suchen liebe Paten:

Die Hundeseniorin Meggy verlor ihr Zuhause, da ihr Besitzer verstarb. Sie wurde zunächst notdürftig bei Nachbarn untergebracht, bis sie dem Tierschutz übergeben wurde. Der hinzugezogene Tierarzt stellte fest, dass Meggy  schon recht alt ist und  unter chronischen Krankheiten leidet. Die Hündin hat sich in der Pflegestelle gut eingelebt, und wir möchten diesem alten Tier keinen weiteren Wechsel in eine andere Familie mehr zumuten. Sie darf bei der Familie Recht in Königswinter-Ittenbach als Dauer-Pflegehund bleiben. Meggy sucht liebe  Paten und freut sich über Besuch.

Paten für Meggy wenden sich bitte an  Tel.: 02223/1880

Die kleine Yorkshire-Hündin Cherry ist schon 13 Jahre alt und wurde einfach beim Tierschutz  ‚entsorgt‘ – alt, krank, lästig. Dabei ist Cherry eine gaaaanz liebe, verschmuste und mit allem verträgliche Hündin. Cherry ist ebenfalls krank und verursacht hohe Artzkosten. Daher würde sich unser Verein sehr freuen, wenn Cherry mehrere Paten finden würde. Wer hat ein Herz für die kleine Cherry und wird ihr Pate? Cherry wohnt als Dauergast bei der Pflegestelle Seitz in Bad Honnef und wird dort liebevoll umsorgt.

Paten für Cherry wenden sich an Tel.: 02224/4055

Katzendame Mathilda

Mit 14 Jahren kam Mathilda als “Abgabetier” voller Ungeziefer in unseren Verein. Aufgrund eines alten Wirbelsäulenschadens kann sie nicht mehr gut laufen, torkelt und fällt ab und zu um. Mathilda liebt ihren ruhigen Gnadenbrotplatz, wo sie mit viel Zeit und Liebe beschmust, gestreichelt und Beachtung findet. Wenn sich Mathilda langweilt oder einsam fühlt, ruft sie nach ihrem Pflegefrauchen. Das Katzenmädchen ist sehr bescheiden, liebenswert und unendlich dankbar.

Paten für Mathilda wenden sich bitte an Tel.: 02645/8621 (abends)

Arabermix Shitan
Im Juni 2006 entdeckte unsere Pferdefrau, Annette Vossel, den Arabermix beim Pferde-Metzger. Vossels Recherchen ergaben, dass der damals 12 Jahre alt Wallach immer wieder verkauft worden war. Eine ganze Reihe von Eigentümern hatten sich von seiner prächtigen Erscheinung blenden lassen, ohne sich zu fragen, ob sie die nötige Kompetenz für dieses temperamentvolle und eigenwillige Pferd hatten.

Vossel kaufte Shitan frei und steckte viel Zeit und Geduld in das Pferd, das viele Dinge von Grund auf lernen mußte, bis er umgänglich wurde. Leider stellte sich dann heraus, dass Shitan unter Ataxie leidet, einer unheilbaren Krankheit, deren Verlauf nicht greifbar ist. Shitan, inzwischen 16 Jahre alt, bekommt daher nun bei uns sein Gnadenbrot und sucht Paten, die sich an den monatlichen Unterhaltskosten  in Form einer Patenschaft beteiligen.

Paten für Shitan wenden sich bitte an Tel.: 02645/973593, annette-vossel@gmx.de

Lotte – als Presa Canario auf Gran Canaria geboren und in einer Tötungsanstalt abgegeben. Unser Kooperationspartner kaufte sie dort frei und nahm sie in der privaten Pflegestelle auf.  Da eine Vermittlung vor Ort aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und der Demenz-Erkrankung nahezu unmöglich war, durfte Lotte in eine Gnadenbrotstelle unseres Vereins umziehen. Dort zeigt sich die Hundedame unglaublich dankbar für jedes liebe Wort, für jede Aufmerksamkeit und Schmusestunde. Lotte darf Zeit ihres Lebens alle Annehmlichkeiten der Pflegestelle genießen. Auch für Lotte suchen wir liebe Paten.

Paten für Lotte wenden sich bitte an  Tel.: 02645/973802


Sie haben noch Fragen zur Patenschaft? Generelle Auskünfte erteilen:

Antje Firmenich (Hunde) Tel.: 02224/31212,  Annette Vossel (Pferde) Tel.: 02645/97 35 93 (abends) und Gisela Gebel (Katzen) Tel.: 02645/8621 (abends).

Wichtig: Eine Patenschaft schließt eine Vermittlung des Tieres nicht aus!

formpaten

Für das Formular bitte auf das Bild klicken

Veröffentlicht unter Patenschaft, Unser Verein | Kommentare deaktiviert für Patenschaft

Unsere Partner

Hier finden Sie Links zu Organisationen oder Dienstleistern, mit denen wir zusammenarbeiten:

rettetdenpferdeschutzhof_468mal60

Orscheider Stiftung für Mensch und Tiere

Veröffentlicht unter Unsere Partner | Kommentare deaktiviert für Unsere Partner

Haftungsausschluss

Unsere Internetseite www.tierschutz-siebengebirge.de enthält Links zu Webseiten Dritter, die von anderen Personen unterhalten werden. Diese Links sind rein für den gefälligen Gebrauch der Leser zur Verfügung gestellt und stellen keine Billigung der Inhalte dieser Seiten durch uns dar.

Der Tierschutzverein Siebengebirge e.V.  ist für den Inhalt dieser Links nicht verantwortlich und steht auch nicht für den Inhalt und die Genauigkeit des Materials auf den Webseiten Dritter ein. Wenn Sie sich für einen Zugriff auf diese Links zu den Webseiten Dritter entscheiden, tun Sie dies auf eigene Verantwortung.

Veröffentlicht unter Links | Kommentare deaktiviert für Haftungsausschluss

Sei nicht traurig

Sei nicht traurig – ich gehe Dir nur voraus

Ich spüre und sehe, dass Du, mein lieber Mensch, traurig bist. Dein Gesicht ist in letzter Zeit oft feucht und lecke ich mit meiner Zunge darüber, schmeckt es salzig. Ich spüre auch, dass in mir die Kraft mehr und mehr nachlässt, zu laufen, zu fressen und Dich zu erfreuen, mit Dir gemeinsam die Zeit zu verbringen… so, wie ich es in all den gemeinsamen Jahren mit Dir immer gerne getan habe.

In der letzten Zeit bist Du mehrfach mit mir zum Tierarzt gefahren. Du warst so nervös und ich spürte Deine Angst und Sorge um mich, wie ich sie in all den Jahren spürte, wenn ich mal krank war und Du mir helfen wolltest.

lepwing2

Aber heute… heute ist alles irgendwie anders. Wenn ich wegdöse, träume ich ganz intensiv von einem wunderbaren, hellen und warmen Ort. Ich war noch nie dort, aber ich fühle mich dort so geborgen wie bei Dir. Jetzt bin ich kraftlos, habe weder Hunger noch Durst. Schmerzen habe ich keine, denn der Tierarzt und Du, ihr erspart mir diese. Erspart hast Du mir auch einen weiteren Gang zum Tierarzt, denn heute kommt er zu uns nach Hause. Das hast Du mir gesagt. Jetzt sitzt Du neben meinem Körbchen, wie Du es immer gerne getan hast, streichelst mich, besonders an den Ohren; das liebe ich so sehr. Dein Gesicht und Dein Hals sind wieder ganz feucht. Ich spüre Deine tiefe Trauer, aber ich kann Dir nicht helfen – kann Dich nicht trösten. Ach, könnte ich nur sprechen, ich würde Dir sagen:

„Hab’ vielen Dank für die wunderbare Zeit, die ich als Hund mit Dir verbringen durfte. Es war eine Zeit wie ich sie nirgendwo anders schöner hätte verleben können. Du gabst mir alles, was mein Hundeherz glücklich machte. Sowohl an Fürsorge, Liebe und Aufmerksamkeit, als auch an Konsequenz und Erziehung. Bei Dir durfte ich richtig Hund sein. In all den Jahren litt ich nie unter Hunger, Durst und Angst. Von Dir ging nie Bedrohung aus und ich kannte keine Schmerzen. Wenn ich jetzt auch von Dir gehe, so ist es keine Trennung für immer – wir sehen uns wieder. Sei nicht traurig – ich gehe Dir nur voraus!“dunk-spur1500

Dein Hund

(Diese Zeilen widmet der Tier-, Natur- und Artenschutz Siegengebirge e.V. allen Tierhaltern, die mit ihrem Tier von der ersten bis zur  letzten Stunde liebevoll und konsequent zusammenleben und diesem auch bis zum Lebensende zur Seite stehen).

Veröffentlicht unter Abschied, Sei nicht traurig | Kommentare deaktiviert für Sei nicht traurig

Regenbogenbrücke

Die Regenbogen-Brücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Rainbow Bridge.

Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras.
Wenn dein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort.

Dort sind Wiesen und Hügel für unsere geliebten Freunde,
damit sie zusammen rennen und spielen können.
Dort gibt es Wasser und Nahrung in Hülle und Fülle,
die Sonne scheint und unsere Freunde fühlen sich wohl.

Alle Tiere die krank und alt waren sind wieder gesund und kräftig;
diejenigen die verletzt oder verkrüppelt waren sind wieder wohlauf,
so wie wir sie aus unseren Träumen vergangener Zeiten kennen.

Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden, bis auf eine kleine Sache:
Jedes vermisst jemanden ganz Besonderen, der nicht bei ihm ist.

Sie alle rennen herum und spielen miteinander,
aber für jedes Tier kommt der Tag an dem es plötzlich inne hält
die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf,
und mit hellen Augen schaut es erwartungsvoll zitternd in die Ferne.

Plötzlich trennt es sich von seinen Spielkameraden und rennt
immer schneller und schneller über die grünen Wiesen.
Es hat DICH gesehen.

Und DU, DU siehst etwas auf dich zurennen,
und wenn du und dein geliebtes Tier euch wieder freudig trefft,
nimmst du es in deine Arme und hältst es ganz fest,
um niemals mehr getrennt zu werden.

Freudentränen laufen über dein Gesicht,
glücklich Küsse bedecken dein Gesicht,
deine beschützenden Hände streicheln wieder den geliebten Kopf deines Tieres und du siehst wieder und wieder in die treuen Augen deines Freundes, der so lange aus deinem Leben aber niemals aus deinem Herzen gegangen war.

Dann geht ihr zusammen über die Regenbogen-Brücke…….

(Übersetzt aus dem Englischen)
(Autor unbekannt)

Veröffentlicht unter Regenbogenbrücke | Kommentare deaktiviert für Regenbogenbrücke

Happy Ends

Naila – vom Angsthasen zur selbstbewussten Hündin
Als wir uns im vergangenen Jahr entschlossen, einen zweiten Hund zu uns nehmen, begann ich die Seiten der verschiedenen Tierschutzseiten im Internet anzuschauen. Viele Hunde suchten ein neues Zuhause, aber irgendwie war keiner  dabei, der  mich „ansprang“.

Dann telefonierte ich mit dem ‚Tierschutz Siebengebirge’. Ich erfuhr, dass am Wochenende Hunde aus Spanien kommen würden und dabei sei eine Hündin, die vielleicht passen könnte. Sie sei als lebhaft, freundlich und neugierig von der spanischen Tierheimleitung beschrieben.
naila2
Als ich Nailas Foto auf der Homepage sah, war klar: Das ist sie! Sie sah lustig und hübsch zugleich aus, wurde als neugierig und lebhaft beschrieben, ein  Jahr alt. Ich nahm sofort Kontakt mit der Pflegestelle auf – und wurde enttäuscht: Naila sei total verschüchtert und ängstlich, kein Vergleich mit der ursprünglichen Beschreibung. An eine Vermittlung sei momentan überhaupt nicht zu denken. Wir vereinbarten, nach ein paar Tagen noch einmal miteinander zu telefonieren, um abzuwarten, wie sich die Hündin entwickelt.

Als ich erneut die Naila-Telefonnummer wählte, stellte ich fest, dass die Hündin in eine andere Pflegestelle versetzt worden war. Heike Reichelt, die Naila nun in ihrer Obhut hatte, erklärte mir, dass die Hündin sich als Einzelhund in der ersten Pflegestelle nicht wohl gefühlt hatte. Sie brauchte dringend andere Hunde, um etwas aufzutauen und Verhaltensweisen ‚abzuschauen’.  Dies sei in ihrer Pfelgestelle durch die anderen Hunde möglich. Ich erzählte Heike Reichelt, dass wir Naila alle Zeit der Welt geben würden und dass sie bei uns  Zweithund wäre, schließlich haben wir bereits einen Border Collie-Mischling. Nailas Pflegefrauchen lud mich ein, die Hündin bei ihr zu Hause kennen zu lernen, warnte mich aber vor, ich solle nicht zu enttäuscht sein, wenn die Hündin vor mir weglaufe.

Als ich an der Türe klingelte, kamen zwei Hunde direkt zu mir gerannt, Naila hingegen lief weg. Die Hunde in der Pflegestelle wollten natürlich ausgiebig begrüßt werden und wir ließen uns einfach auf dem Fußboden nieder. Naila war neugierig, kam immer wieder näher, lief aber weg, sobald ich mich bewegte. Irgendwann gingen wir ins Esszimmer, setzten uns an den Tisch und unterhielten uns; die Hunde beachteten wir kaum. Naila kam immer wieder in unsere Nähe. Und dann konnte ich sie tatsächlich vorsichtig streicheln! Heike Reichelt war sehr überrascht. Das hatte sie nicht erwartet! Für mich war damit klar: Naila hatte uns ausgesucht und wir würden auf sie warten, bis sie stabil genug war, um in eine neue Familie zu ziehen.

Einige Zeit später war es dann soweit. Heike Reichelt brachte uns Naila. Wir waren sehr gespannt, wie sich Aiko und Naila verstehen würden. Als Naila unseren Garten betrat, war Aiko, im Gegensatz zu meinem Mann und mir, völlig ruhig. Als schließlich die Leine ab war, liefen beide Hunde aufeinander zu, beschnupperten sich und tobten ein wenig durch den Garten.

naila1

Die ersten Tage waren schwierig. Naila traute sich kaum nach draußen, machte ins Haus, wollte sich nicht anleinen lassen – aber sie fraß und trank. Ein paar Mal habe ich sie nach draußen getragen. Im Garten war sie weniger ängstlich, aber jedes Geräusch, sei es noch so leise, erschreckte sie.

Auf den Spaziergängen war sie zwar neugierig, aber trotzdem ängstlich und so kam es nach ein paar Tagen, wie es kommen musste: Sie riss sich los und lief weg! Wir haben einige Stunden gebangt, dann kam der erlösende Anruf: Jemand hatte sie in Aegidienberg an der Kirche gefunden und konnte sie festhalten. Gott sei Dank hatte sie am Halsband ein Namensschild mit Adresse.

Nach diesem Ausflug wurde es, komischerweise, immer besser. Täglich lernte Naila, uns mehr zu vertrauen. Im Haus versteckte sie sich nicht mehr unter dem Schreibtisch, sondern sie suchte immer häufiger unsere Nähe und wollte bei uns sein. Schon einige Tage später hat sie sich dann „ihren“ Platz auf dem Sofa erobert.

Nach einigen Wochen dann stellten wir fest, dass ihr Schwanz nicht etwa eine dünne kleine Rute war, wie er von Beginn an gewesen war – nein, sie hatte nun eine stolze Fahne, die sie selbstbewusst immer seltener unter den Bauch klemmte.

Mit Aiko versteht sie sich prima, die beiden toben durch den Garten und kuscheln gemeinsam im Haus. Die Hundeschule hat Naila auch schon besucht, ein weiterer Kurs wird folgen.

Wir haben noch keine Minute bereut, Naila zu uns geholt zu haben. Allen Kritikern zum Trotz, die uns für verrückt erklärt hatten, als wir einen zweiten Hund haben wollten und dann auch noch so einen ängstlichen, ist Naila zu einer tollen Hündin und einem heißgeliebten Familienrudelmitglied geworden.

Vielen Dank noch einmal, ganz besonders an Heike Reichelt, dass sie mir/uns Naila anvertraut hat.

Sabine Wallau, Bad Honnef im Juni 2009

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Einfach entsorgt

Astor schaut unter seinen buschigen Augenbrauen hervor und sein Blick trifft die Fernseh-Zuschauer ins Herz.

Dann rollt sich der große Deutsch Drahthaar-Rüde genüßlich auf den Rücken und läßt sich von TV-Moderatorin Claudia Ludwig ausgiebig den Bauch kraulen. Das tut gut. Als er wieder aufsteht, sieht man den kahlen Rücken. Kaum noch ein Haar, nackte Haut.astor-liegt-680

Wir sind mit Astor im Aufnahmestudio des WDR. Unser 12jähriger Hundesenior wird von Fernsehmoderatorin Claudia Ludwig als Notfall in der Sendung ‚Tiere suchen ein Zuhause’ vorgestellt. Als wir mit Astor das Studiogelände betraten, schauten alle anderen Tierschützer, die ebenfalls ihre Hunde vorstellen, erschrocken auf unseren Hund. „Was ist denn mit dem passiert?“ fragten sie. Ja, selbst Tierschützer, die schon viel Elend gesehen haben, sind schockiert über Astors Anblick.

In seiner Jugend war Astor sicherlich einmal ein Prachtbursche, reinrassig, stattliche Figur, kräftige Muskeln und eine Ausbildung zum Jagdhund. In jungen Jahren durfte er mit zur Jagd – doch dann verlor sein Besitzer das Interesse und Astor landete im Zwinger auf einem Gewerbegrundstück. Dort verbrachte er, zusammen mit einer Schäferhündin, über viele Jahre seine Zeit. Als der Betrieb geschlossen und das Grundstück, auf dem der Zwinger stand, verkauft wurde, war guter Rat teuer. Wohin mit den Hunden? Die Schäferhündin hatte Glück. Ein Nachbar übernahm sie. Und Astor? Für ihn blieb der Weg zum Tierarzt – er sollte eingeschläfert werden. Oder besser gesagt: entsorgt werden.astor-nah4-1500

Doch soweit kam es nicht. Der Tierarzt spielte nicht mit. Er weigerte sich, den gesunden Hundsenior einzuschläfern. Die anwesende Tierarzthelferin konnte das Elend nicht länger mit ansehen. Nachdem Astor tierärztlich untersucht, medizinisch versorgt und vor allem gründlich entfloht war, nahm sie ihn vorläufig mit nach Hause und rettete ihm so das Leben. Astor durfte in einem Haus schlafen, sein Fell juckte nicht mehr, die lästigen Parasiten waren endlich weg. Seine Haut konnte sich von dem jahrelangen Flohbefall, der auch die Abwehrreaktion der Haut ausgelöst hatte, erholen. Der für sein Alter agile Hund bekam nun Aufmerksamkeit, Spaziergänge, Streicheleinheiten – und durfte endlich wieder seine heiß geliebten Stöckchen apportieren.

Da die Tierarzthelferin den Hund nur aufgrund der Notlage aufgenommen hatte und ihn dauerhaft nicht behalten konnte, wandte sie sich an unseren Verein, um für Astor das richtige Zuhause zu finden. Und das fand er – dank der Sendung „Tiere suchen eine Zuhause.“  Mehr als 30 Leute riefen aus ganz Deutschland an. Alle wollten Astor.hahn-2hunde-klein

Heute lebt Astor in Kiel – mit seiner Hundefreundin Janka, einer achtjährigen Deutsch Kurzhaar-Hündin und seiner neuen Familie. Er genießt seinen Lebensabend in vollen Zügen: ein kuscheliges Körbchen im Wohnzimmer, regelmäßiges Planschen in der Ostsee, lange Spaziergänge und viele Stöckchen zum Apportieren erfreuen sein altes Hundeherz. Wir wünschen ihm noch viele schöne Jahre.

Antje Firmenich

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Ungewöhnlicher Beifahrer

Später Abend. Das Telefon klingelte. Eine aufgeregte Frau am anderen Ende der Leitung. Ihre Geschichte klang nicht gerade glaubwürdig.

„Ein Bekannter von mir fuhr heute über die Autobahn und hörte merkwürdige Geräusche in seinem Wagen. Nach 75 km verließ er aus diesem Grund die Autobahn, fuhr eine Tankstelle an und bat den Tankstellen-pächter, einmal nachzusehen. Nachdem dieser die Motorhaube geöffnet hatte, staunten sie nicht schlecht“, erzählt die Anruferin. „ Im Motorraum in der Nähe des Kühlers lag ein ca. neun  Wochen alter Kater. Beim Bergen des Tieres hat sich der Mann ganz schön an der Hand verbrannt.“lucky-motorhaube

Ein Wunder
Kurze Zeit später stand die Anruferin mit dem Kater vor unserer Tür. Hätte der kleine Kerl nicht wie ein verbrannter Autoreifen gestunken, wären uns spätestens beim Anblick des Tieres Zweifel an der Geschichte gekommen. Er hatte wahrhaftig keinerlei Verbrennungen. Dies grenzt an ein Wunder, wenn man bedenkt, welch eine enorme Hitze sich bei fahrenden Autos im Motorraum entwickelt.

Blind für immer?
Mit den Augen des Tieres stimmte etwas nicht. Das eine Auge war stark getrübt und das andere wirkte verschrumpelt. Es sah aus, als ob ein Teil der Augenflüssigkeit ausgelaufen war. Nach Absprache mit unserer Tierärztin spülten wir nun alle zwei Stunden die Augen und versorgten sie mit Salbe. Am nächsten Morgen zeigte sich, das es dem kleinen Racker erstaunlich gut ging. Er fiel über das Futter her und fraß wie ein kleiner Scheunendrescher.

Wir machten uns auf den Weg zur Tierärztin. Leider bestätigte sie unseren Verdacht, dass in einem Auge die Flüssigkeit fehlte. Die Vorkammer dieses Auges war geplatzt und das Auge ausgelaufen. Das andere Auge war getrübt.

Glückspilzkatze-bank1500
Der kleine Kerl hatte unwahrscheinliches Glück im Unglück gehabt. Könnte es einen besseren Namen als „Lucky“ für ihn geben?! Lucky entwickelte sich prächtig und wir wagten langsam zu hoffen, dass er auf dem getrübten Auge noch etwas sehen konnte. Ab und an stieß er zwar beim wilden Spielen und Toben mit unseren Katzen irgendwo gegen. Dies passierte ihm jedoch auch nur einmal an dieser Stelle.

Gute Nachricht
Als wir eine Woche später Lucky wieder bei unserer Tierärztin vorstellten, bekamen wir eine gute Nachricht: Die Trübung sei gut zurück gegangen und er könne auf diesem Auge sehen. Das ausgelaufene Auge habe sich den Umständen entsprechend stabilisiert und müsse nicht entfernt werden.

Kleiner Wirbelwind
Lucky entwickelte sich zu einem richtigen Wirbelwind, den seine Behinderung überhaupt nicht stört. Er lief durch das ganze Hause, spielte mit unserer Dalmatinerhündin und den Katzen und stellte – wie jedes andere Katzenbaby auch – eine Menge Unsinn an. Ein paar Monate später konnte er vermittelt werden. Lucky hat nun ein wunderbares Sofa zum Kuscheln gefunden und fühlt sich pudelwohl. Nur Auto fahren, da ist sich der kleine Kater ganz sicher, will er in Zukunft nicht mehr….

Jessica Stoll

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Keine Angst vor der Angst

August 2006. Spät in der Nacht. Vor unserem Haus hält das Einsatzfahrzeug des Tierschutzvereins. Die Heckklappe wird geöffnet , ganz hinten steht eine Transportbox, aus der mich zwei Augenpaare panisch anblicken. Es sind zwei rumänische Straßenhunde, die zur mir in die Pflegestelle kommen, sich im Moment aber am liebsten unsichtbar machen würden. Mühsam holen wir die sich sträubenden Hunde aus der Box heraus. Nr. 44 und Nr. 45 steht auf einem weißen Stoffbändchen an ihrem Hals. Später werden wir sie Max und Moritz nennen. Foto untenmax-reichelt: Max mit Pflegefrauchen Heike Reichelt

Ich trage die beiden Bündel Angst in unser Haus, nicht ahnend, dass ein ganzes Jahr vergehen wird, bis die beiden in der Lage sein werden, menschliche Nähe zu suchen, anstatt ihr auszuweichen. In den nächsten Tagen wird deutlich, wie schlecht es Max und Moritz in Rumänien ergangen sein muss. Sobald sich ihnen eine menschliche Hand nähert, flüchten sie erschrocken. Wir lassen die Hunde vollkommen in Ruhe. Sie bekommen ihr Futter und werden so wenig wie möglich beachtet. Immer wieder huschen sie schnell in den Garten, wo sie dann eines Tages beginnen miteinander zu spielen. Ein erster Schritt ist getan. Danach vergehen noch viele Wochen, bis wir sie endlich streicheln können.

Monate später: die beiden Hunde haben inzwischen soviel Vertrauen, dass ich sie vorsichtig anleinen kann. Mit vielen Leckerchen und täglichem Training im vertrauten Garten gewöhnen sie sich an die Leine. Dann kommt der große Tag, an dem wir uns vor das Gartentor wagen. Nur wenige Meter schaffen wir nach draußen, doch ich bin überglücklich. Die Neugierde von Max und Moritz wird nun täglich größer und damit auch die Strecken, die wir draussen zurücklegen. Foto unten:  Moritzmoritz-reichelt-klein1

Im Mai 2007 findet Max als erster ein Zuhause. Sein zukünftiges Herrchen hat Geduld mit ihm und kommt mehrere Wochen täglich, um mit Max Freundschaft zu schließen. Der endgültige Schritt in sein neues Zuhause ist für Max deshalb nicht mehr schwer. Max wird ein anhänglicher und gehorsamer Hund, der sein Herrchen beim Joggen ohne Leine begleitet.

Wird auch Moritz so viel Glück haben?

September 2007. Unser Tierschutzverein hat die Möglichkeit, ein paar Tiere bei der Sendung ‚Tiere suchen ein Zuhause’ im WDR vorzustellen. Moritz ist einer von ihnen. Einige Wochen habe ich noch Zeit und nutze sie, um Moritz darauf vorzubereiten, so dass er diesen aufregenden Tag in der fremden Umgebung gut meistert. Belebte Straßen sind nun unser Ziel, wir stellen uns vor Schule und Kindergarten, vor Geschäfte und gehen sogar in eine volle Eisdiele. Von jetzt an Pflichtprogramm mehrmals pro Woche: ein Cappuccino mit Moritz.

wdr-moritz_edited-1 Den Tag beim WDR mit vielen fremden Menschen, Kameras, bellenden Hunden, miauenden Katzen und Hektik meistert Moritz mit absoluter Ruhe. Wer hätte das gedacht? Seine bernsteinfarbenen Augen blicken in Großaufnahme in die Kamera…

Foto links: Moritz ganz cool in Erwartung seines Fernsehauftritts.

Und dann? Lassen wir Moritz erzählen, wie es weiterging:

„Plötzlich klingelte ständig bei uns im Haus das Telefon. Meine Pflegefrauchen saß nur noch am Telefon und erzählte von mir. Dann kam DER Anruf. Heike und die Anruferin haben sich gleich gut verstanden. Es wurde ein Termin ausgemacht, an dem die Anruferin vorbeikommen sollte.

Sie war eine ganz normale Zweibeiner-Frau, aber sie hat etwas Seltsames getan. Sie hat mich gar nicht beachtet. Jedenfalls dachte ich das. Da wurde ich ein bisschen neugierig. Sie hatte auch noch ein fesches Hundemädchen dabei. Aber auch die wollte nichts von mir wissen.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang saßen alle noch bei meinem Pflegefrauchen vor dem Haus auf dem Gehweg. Die Fremde nahm dann einfach meine Leine und ging mit mir und der feschen Hündin die Straße rauf und runter. Mann, war die Hündin aufregend. Ich fand die Fremde mittlerweile auch ganz in Ordnung und legte mich, als wir wieder im Haus waren, bei ihr halb auf den Schoß.moritz-frauchen

Heute lebe ich bei ihr und ihrer Familie. Ich fühle mich hundewohl. Ich spiele und tobe mit den Kindern und werde natürlich auch ein bisschen erzogen. Ich wünsche allen ängstlichen Artgenossen, dass sie Auch jemanden finden, der keine Angst vor der Angst hat.

Heike Reichelt und Constanze Jay-Hourticolon

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Glückliche Hunde und ihre Menschen

Im Laufe der Jahre sind viele Tierschutz-Hunde  durch unser Haus gegangen. Einige haben Familien in Hamburg, Hannover oder Kiel gefunden, so dass ich diese Hunde nicht mehr regelmäßig sehe. Um so mehr freut es mich, wenn ich einen meiner ehemaligen Schützlinge auf einem Spaziergang treffe.
Luna – die Schuhliebhaberin vierheilig2
Ein weißer Collie-Mix kommt im Park schwanzwedelnd auf uns. Luna ist seit zwei Jahren bei ihrer neuen Familie, aber sie freut sich immer noch lautstark, wenn sie uns trifft. Luna saß in einer Tötungsanstalt auf Gran Canaria und war einfach nur glücklich, dass sie den Zwinger, den bestialischen Gestank und den Stress durch die anderen eingesperrten Hunde entfliehen konnte und in einer Familie Geborgenheit fand. Am Anfang wollte sie deshalb ungern allein bleiben. Inzwischen, so erzählt Lunas Halterin Anja Hildesheim lächelnd, hat sie ihre eigene Methode gefunden, um mit der vorübergehenden Einsamkeit fertig zu werden: „Luna holt all unsere Schuhe zusammen, türmt sie auf einen Berg auf und legt sich oben drauf. Das riecht so gut nach all ihren Menschen. Wenn wir nach Hause kommen, ist mal erst Aufräumen angesagt.“

Wirbelwind Emma
Da kommt Emma! Hilfesuchend schaue ich mich nach einem geeigneten Baum um, an den ich mich anlehnen kann, damit ich die stürmische Begrüßung heil überstehe. Aber unser Hund federt die allzu umwerfende Euphorie schon ab, indem er Emma mal erst ‚einnordet’. Das läßt sie sich von ihrem ‚Hunde-Chef’ gerne gefallen. Sofort fügt sie sich in das alte System ein, leckt dem Rüden die Schnauze und kommt dann deutlich gemäßigt auf mich zu. emmafamily

Riesenschnauzer-Mix Emma kam als Welpe zu uns. Sie war auf Kreta ausgesetzt worden und durfte dank eines Flugpaten ausfliegen. Emmas Halterin, Anja Kohrs, zeigt mir stolz, welche Fortschritte die wilde Hummel in ihrer Erziehung gemacht hat. Tägliche Gehorsamkeits-übungen haben bei dem Wildfang schon deutliche Spuren hinterlassen. „Und für den absoluten Notfall habe ich ja noch das Yipiieeee!“, schmunzelt Anja Kohrs. Das Yipiieeee? Wenn Emmas Temperament mal mit ihr durchgeht und sie im wilden Galopp davon saust, reicht der Notfallruf (Yipiieee). Emma dreht sich auf dem Absatz um und kommt zurück. Denn: Jetzt gibt es Yipiieee, das gaaaaanz besondere Leckerchen, sozusagen der ultimative Festschmaus. Anja Kohrs zieht eine Minidose Whiskas mit Lachs aus der Jacke und Emma läuft der Speichel aus den Mundwinkeln. Yipiieeee ist immer dabei – sicher ist sicher…

Antje Firmenich (Pflegestelle)

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Ein Pferd namens Hiwa

Der zweijährige Württemberger Wallach Hiwa hat einen vielversprechenden Namen. Den hat ihm seine Retterin, Annette Vossel, gegeben. ‚Hiwa’ bedeutet auf Kurdisch Hoffnung – Hoffnung auf ein besseres Leben…

Der braune Wallach wollte über seine Boxentür springen. Vermutlich war er ungeduldig, weil seine Pferdefreunde vor ihm hinaus auf die Koppel kamen. Er mußte einfach hinter ihnen her. Ein Sprung, er blieb hängen, zappelte, strampelte, schrie verzweifelt und fiel irgendwann in die Box zurück. Dort blieb er stark verletzt liegen. Ein Tag, zwei Tage… die Tage wurden zu Wochen. Lapidar meinte der schließlich hinzugezogene Tierarzt: „Irgendwann wird der schon wieder aufstehen“. Und so ließ man ihn liegen. Ganze drei Wochen!hiwa15-1500

Als der Braune sich endlich wieder aufgerichtet hatte, bot er ein Bild des Jammers. Abgemagert bis auf die Knochen stand er dort. Er hätte dringend aufgepäppelt werden müssen. Doch für den Braunen gab es weiter ausschließlich Silage. Was für die Kühe gut genug ist, muss auch dem Pferd reichen, so die Ansicht des Bauern.

Eine junge Frau, die häufig auf dem Bauernhof war, konnte das Elend des Pferdes nicht mehr mit ansehen. Sie telefonierte mit Annette Vossel, die in unserem Verein zuständig für Pferde ist, und bat diese um Hilfe. Sie nahm ihr allerdings vorher das Versprechen ab, dass der Tierschutz keine Anzeige gegen den Bauern erstattet.

Annette Vossel: „Ich habe das Pferd übernommen und in die Tierklinik gefahren. Als ich es vom Hänger holte, bot sich mir ein Bild des Grauens – der Wallach war vollkommen verängstigt und ausgemergelt. Man konnte die Rippen zählen.“

Diagnose: Beckenbruch! Pferde mit Beckenbruch werden üblicherweise sofort eingeschläfert, weil ein solcher Bruch bei einem Pferd mit massivsten Schmerzen verbunden ist. Da sich das Tier aber aus eigener Kraft selbst aufgerichtet hatte und die schlimmsten Schmerzen nun überstanden waren, habe der braune Wallach nun gute Chancen auf Heilung, so der Tierarzt.

Vossel brachte das Pferd zu einer Pferdeliebhaberin in den Westerwald. Hier bekam Hiwa alles, was er sein ganzes Leben lang vermißt hatte: gutes Futter, Pflege, Erziehung, Weidegang und viel Kontakt zu Artgenossen. Hiwa blühte sichtlich auf.

Heute, acht Monate späterannnette-pferde11-1500
Annette Vossel kommt zum Pferdehof und hält nach ihren Schützlingen Ausschau. Hiwa ist mit den anderen Pferden auf der Koppel. Es treibt ihr die Tränen in die Augen, wenn sie dieses wunderschöne Pferd beobachtet. Hiwa hat sie bemerkt und setzt zum Galopp an. Er galoppiert am Zaun vorbei und schaut dabei zu ihr herüber. Unsere Pferdefrau lacht. Fast könnte man meinen, er wolle ihr sagen: ‚Schau mal, so gut kann ich das schon.“ Der Tierarzt spricht von einem kleinen Wunder.

Eine junge Frau tritt neben Annette Vossel. Jenny hat sich in Hiwa verliebt. Es ist ihr egal, ob Hiwa jemals wirklich gut reitbar sein wird oder nicht. „Ich möchte diesem Pferd ein schönes Leben schenken“, erzählt die junge Frau, die bereits ein Gnadenbrotpferd besitzt und sich ganz und gar darüber im Klaren ist, welche Kosten auf sie zukommen. Sie streichelt Hiwas Kopf und der hübsche Braune knabbert liebevoll an ihrer Jacke. Glück gehabt, Hiwa!

Susanne Lucht

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Zu alt für einen Hund?

Käthe Zahn kommt vom Tierarzt. Sie mußte ihre geliebte Hündin einschläfern lassen. Zurück zu Hause betritt Käthe Zahn bedrückt und unendlich traurig ihre Wohnung. Sie kommt ihr unbeschreiblich leer und kalt vor. „Das wird sich nach ein paar Tagen schon legen“, denkt sie und hofft insgeheim an die Wahrheit des Spruchs „Die Zeit heilt alle Wunden“. Doch nichts ist mehr, wie es seit Jahren war. Frau Zahn vermisst ihre Hündin schmerzlich. Die gemeinsamen Spaziergänge, die Schmusestunden auf dem Sofa, die Blicke, die sich trafen.

Lange konnte Käthe Zahn diese Stille und Kälte um sich herum nicht ertragen und rief bei uns, ihrem Tierschutzverein an, wo sie seit etlichen Jahren Mitglied ist:

„Meine Shila ist gestorben und ich hätte doch so gerne wieder einen Hund. Einen älteren, ruhigen, der zu mir passt“, sprudelte es aus ihr hervor, als wir das erste Mal miteinander telefonierten.

Käthe Zahn ist mit ihren 82 Jahren eine körperlich und geistig agile Dame. Deshalb stand für uns schnell fest, dass wir ihr auf der Suche nach einem „neuen“ Hund behilflich sein wollten.

Die Suche begann
Wir fragten unsere Tierschutzpartner auf Kreta, Mallorca und Gran Canaria, ob es dort vielleicht einen älteren Hund gibt, der sein Zuhause verloren hat und auf der Suche nach einem neuen Körbchen ist. Binnen weniger Tage kam von Gran Canaria eine Rückmeldung, dass Mischlingshündin Sandy, 8 Jahre jung, Anschluss an einen älteren Menschen sucht. Mit Käthe Zahn wurden alle wichtigen Details besprochen und sie freute sich auf den nächsten freien Flug, mit dem Sandy ins Siebengebirge ausfliegen durfte. Schon zu diesem Zeitpunkt richtete Käthe Zahn alles für ihr Mädchen her. Ein kuscheliges Hundekörbchen, Schlafdecke fürs Sofa, kleine Näpfe, Leckerchen. All dies wurde von ihr mit viel Freude schon organisiert und ihre Lebensfreude kannte keine Grenzen, als sie ein paar Wochen später ein kleines, zierliches Hundemädchen in die Arme schließen konnte.sandykathezahn

Sandy Zuckerschnute
Käthe Zahn und die bescheidene Sandy haben sich gesucht und gefunden. Die beiden sind ein fantastisches Team, ergänzen sich prima und ganz wichtig, brauchen einander. Für beide ist dies ein großes Glück.

Anmerkung des Vorstands
Leider werden Senioren in vielen Tierheimen und Tierschutzvereinen auf Grund ihres Alters abgewiesen. Aber viele 75-jährige sind körperlich und geistig agil, gehen gerne spazieren, unter Leute und sind durchaus in der Lage, einen Hund gut zu versorgen. Wenn nicht im Rentenalter, wann dann?
Käthe Zahn haben wir versprochen, dass wir ihre Hündin wieder in unserem Verein aufnehmen, sollte ihr etwas zustoßen und sie die Hündin nicht mehr versorgen können.

Andrea Czapek-Olbrück

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Nummer 40125

Irgendwo im Hinterland von Gran Canaria. Ohrenbetäubender Lärm. Es riecht nach Kot, Urin, Stress und Angst.  Ich gehe den langen Gang entlang. Gitterstäbe überall. Hundenasen zwängen sich neugrierig durch die engen Zwischenräume. Wer ist da gekommen?

Ein Tier ist schöner als das andere. Ein Zwergpudel wedelt wie verrückt mit seinem Stummel-Schwänzchen, ein weißer Wuschel-Mix springt immer wieder gegen das Gitter, um auf sich aufmerksam zu machen. Ein Cocker Spaniel drängt sich an den anderen Hunden vorbei, um auch einen Blick auf den Besucher zu erhaschen. In der Ecke liegt eine ältere Schäferhündin. Sie scheint sich bereits in ihr Schicksal ergeben zu haben und bleibt einfach liegen. Mich nimmt ja doch keiner mit, scheint sie zu denken.

Ich bin in einer Hunde-Tötungsanstalt auf Gran Canaria. Jedes Jahr fahre ich mit meiner Familie auf diese Insel und mache hier Urlaub. Doch das Schicksal der vielen ungewollten Hunde, die nach ein paar Wochen Aufenthalt im öffentlichen Tierheim eingeschläfert werden, läßt mir keine Ruhe. Ich bin also wieder hier, am Ort der verlassenen Hunde. Einen Hund werde ich hier rausholen.jette

Als ich  den Gang entlang gehe, schaue ich plötzlich in die traurigen Augen einer Dackel-Beagle-Hündin. Sie steht ganz ruhig hinter dem Gitter und schaut mich nur an. Als ich weiter gehen will, legt sie den Kopf in den Nacken und heult wie ein Wolf. Die Hündin hat keinen Namen – nur eine Nummer steht auf dem Plastikbändchen an ihrem Hals. 40125 – hier sind Hunde einfach nur Zahlen –  ohne Gesicht, ohne Geschichte.

Rückflug. Wir sitzen im Flieger nach Köln. Im Bauch des Flugzeuges schlummert 40125 in ihrer Transportbox. Immer wieder muss ich an das Tier denken. Ob ich für die Hündin eine gute Familie in Deutschland finde? Als Pflegestelle des Tierschutz Siebengebirges habe ich schon vielen Hunden den Weg in ein neues Leben geebnet. Trotzdem frage ich mich bei jedem Hund immer wieder: „Werde ich es auch bei diesem Hund schaffen, die richtige Familie zu finden?“  Um mich abzulenken, blättere ich in einem Magazin und lese einen Artikel über die Designerin Jette Joop. Das war’s: ‚Jette’ – so sollte die grazile Hündin mit den schönen Augen heißen.

Jette in Deutschland
Viele Anrufer meldeten sich auf unser Inserat für Jette. Gerne wollten alle einen lieben, anhänglichen Hund vom Tierschutz. Doch ein Hund, der nicht allein bleiben mag? Nein, da waren die Gespräche schnell beendet.

Die ‚Richtigen’ findenjette-herrvendel3
Jette hatte starke Verlustängste. Kein Wunder, nachdem, was sie alles erlebt hatte. Doch aus meiner langjährigen Erfahrung als Pflegestelle für den Tierschutz wußte ich: „Die Richtigen für Jette werden noch kommen. Nur Geduld.“  Werner und Gisela Vendel war diese Familie. Sie nahmen Jette überall hin mit. Ob zum Steuerberater oder zur  Party. Jette war dabei – ansonsten gingen die Vendels eben auch nicht. Durch diesen rührenden Einsatz ihrer neuen Menschen faßte Jette nach Monaten Vertrauen und blieb auch irgendwann allein zu Hause. Sie wußte, sie würde hier nicht mehr verlassen werden. Und Vendels hatten den treusten Hund gefunden, den sie sich wünschen konnten.

Antje Firmenich

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Lisa – vom Streuner zum Business-Hund

Unsere Lisa ist ein ehemaliger Straßenhund aus Andalusien. Sie wurde vom Tier-, Natur und Artenschutz Siebengebirge e.V. gerettet und verbrachte einige Monate bei einer Pflegefamilie des Tierschutzvereins. Dort wurde dieser stark verunsicherte, völlig abgemagerte und verwahrloste Hund psychisch und physisch wieder aufgebaut und auf das Leben als Familienhund vorbereitet. Lisa war immer noch sehr ängstlich, als wir sie kennen lernten.

(mehr …)

Veröffentlicht unter Happy Ends | Kommentare deaktiviert für Happy Ends

Testament

Unser Tierschutzverein finanziert sich über Spenden und Vereinsbeiträge. In Zeiten, in denen alle Leute den Gürtel enger schnallen, ist auch die Spendenbereitschaft gesunken. Doch unsere Kosten für die Tiere laufen weiter und steigen sogar noch. Im Jahr 2008 haben unsere Tierschützer sage und schreibe 523 Katzen in Not geholfen.  Es handelte sich teilweise um wilde Katzen, die von uns eingefangen, zum Tierarzt gefahren und auf unsere Kosten kastriert wurden. Eine kostspielige Angelegenheit, aber dringend notwendig, um weiteres Katzenelend zu verhindern. katze-nerja-bank

Auch übernehmen wir immer wieder alte,  kranke Tiere, die von ihren Besitzern aus Altersgründen abgegeben werden und bei uns das Gnadenbrot bekommen, da sie nicht mehr zu vermitteln sind.

Gute, sinnvolle Tierschutzarbeit kostet Geld. Sie unterstützen uns und unsere Arbeit maßgeblich, wenn Sie uns in Ihrem Testament mit einer Geldsumme bedenken. Sie helfen uns, dass wir weiterhin vielen, vielen Tieren helfen können.

Möchten Sie uns in Ihrem Testament bedenken und haben Sie Fragen, wenden Sie sich bitte an die Leiterin der Tierabteilung, Susanne Lucht, Tel. 02224-824670 (ab 19 Uhr).

Veröffentlicht unter Unser Verein | Kommentare deaktiviert für Testament

Tierheim

Unser Verein hat ein großes Ziel: wir planen den Bau eines Tierheimes im Siebengebirge. Hier sollen vor allem herrenlose Hunde und Katzen ein möglichst artgerechtes Übergangszuhause bekommen. Es versteht sich von selbst, dass wir besonders auf weitläufige Auslaufflächen größten Wert legen.

Zur Zeit arbeiten wir auschließlich mit Pflegestellen, d.h. alle Tiere sind bei Privatfamilien untergebracht und werden von dort vermittelt. Doch immer wieder gibt es  Situationen, die unsere Kapazitäten überschreiten. So z.B. wenn plötzlich mehrere Fund- oder Abgabehunde aufgenommen werden müssen, doch alle Pflegestellen bereits belegt sind. Aber auch tierische Neuzugänge, die extrem verhaltensauffällig oder krank sind, können eine Gefahr für die in den Pflegestellen bereits vorhandenen Tiere darstellen. Hier sind Quarantänevorschriften zu beachten, die sich nicht im gemütlichen Reihenhaus umsetzen lassen. Natürlich bedeutet einTierheim nicht, dass es bei uns keine Pflegestellen mehr geben wird.

Unser Vorstand hat sich mittlerweile gemeinsam mit dem Architekten Rudolf P. Lutz verschiedene Tierheime angeschaut, um sich im intensiven Gedankenaustausch mit den Tierheimleitern deren Erfahrungen und Vorschläge für das eigene Projekt zu nutze zu machen.

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück gestaltet sich als schwieriger als gedacht. Bereits mehrere Grundstücke wurden in die engere Wahl gezogen und dann doch wieder – nach Erwägung aller Umstände und Bedingungen – verworfen.  Zur Zeit werden von der Verbandsgemeinde Asbach vorgeschlagene Flächen als mögliche Standorte in Betracht gezogen.  Sollte es hier keine Einwände geben, werden die Vorstandsmitglieder des Vereins dann das geeignete Grundstück bestimmen und die bereits vorliegende Grobplanung den Örtlichkeiten anpassen. Anschließend können die Genehmigungsverfahren eingeleitet werden. Es ist also noch ein langer Weg – doch die ersten Schritte sind getan.

Wenn Sie uns beim Bau des Tierschutzzentrums unterstützen möchten, können Sie Ihren Beitrag auf unser Sonderkonto ‚Einrichtung und Unterhalt eines Tierheims’, Konto 1300 7000 bei der Stadtsparkase Bad Honnef, BLZ 380 512 90 überweisen.

Veröffentlicht unter Tierheim, Unser Verein | Kommentare deaktiviert für Tierheim

Pflegestellen

Allgemeinespflegestelleseitz
Da wir kein Tierheim haben, arbeitet unser Tierschutzverein zur Zeit ausschließlich mit Pflegestellen. Dies sind Familien, die Tierschutz-Tiere übergangsweise bis zu ihrer Vermittlung bei sich zu Hause aufnehmen. Die Tiere, die häufig völlig verstört, abgemagert und verwahrlost sind, haben hier permanent Kontakt zu Menschen – und vielleicht auch zu anderen Tieren. Sie leben mitten in der Familie und können sich,  sowohl psychisch als auch physisch, stabilisieren. Das ihnen anvertraute Tier wird von der jeweiligen Pflegestelle aufmerksam beobachtet, gehegt und gepflegt.

Durch diesen engen Kontakt kann die Pflegefamilie das Tier gut beurteilen und somit auch den richtigen Menschen finden, zu dem es mit seinen Vorlieben oder Gewohnheiten passt. Durch Vor- und/oder Katzentummel2Nachkontrollen stellen wir sicher, dass unsere Tierschutztiere wirklich gut in ihren neuen Familien aufgehoben sind. Viele Pflegestellen halten noch lange Kontakt zu den von ihnen vermittelten Tieren und verfolgen den weiteren Werdegang.

Eins ist sicher: Ohne unsere Pflegestellen hätten weniger Tierschutztiere die Chance, gut vermittelt zu werden. Denn wer könnte ein Tier besser beurteilen als eine Familie (vielleicht sogar mit Kindepflegestellewester71rn und anderen Tieren), in deren Mitte das Tier eine Zeitlang gelebt hat?

Interesse?
Vielleicht können Sie sich vorstellen, ebenfalls als Pflegefamilie für uns tätig zu werden und ein Tier bei sich aufzunehmen?
Nicht jeder kann und möchte aus vielen verschiedenen Gründen ein Tier auf Lebenszeit zu sich nehmen, aber gleichzeitig auch nicht auf ein Haustier verzichten. Da bietet sich die Lösung der Pflegestelle an. Nach erfolgreicher Katzentummel-TurmVermittlung kann die Person entscheiden, ob sie wieder ein Tier in Pflege nehmen möchte oder erst einmal eine „Auszeit“ nimmt.

Wir geben Ihnen gerne nähere Informationen zum Thema. Ansprechpartnerin für Hunde-Pflegestellen: Antje Firmenich Tel. 02224-931212, Ansprechpartner für Katzen-Pflegestellen: Gisela Gebel Tel. 02645-8621

Veröffentlicht unter Pflegestellen, Unser Verein | Kommentare deaktiviert für Pflegestellen

Flugpaten gesucht

Wenn unsere Pflegestellen nicht durch Tiere aus der Region belegt sind, nehmen wir auch Tiere aus dem Süden auf und vermitteln sie hier. Die Tiere kommen per Flugzeug nach Deutschland. Sie dürfen jedoch nicht allein auf die Reise geschickt werden, sondern benötigen einen offiziellen Begleiter, den sogenannten ‚Flugpaten’.

Wir suchen Flugpaten, die von  Kreta, Gran Canaria oder Malaga nach Köln oder Düsseldorf fliegen.

jesus-flughafen2-1500

(mehr …)

Veröffentlicht unter Flugpaten | Kommentare deaktiviert für Flugpaten gesucht