Katzenjammer

Gebel-Katzenfalle10 Katzenjammer
Wir erhalten einen Anruf, dass sich in der Nähe des Bauhofes Königwinter eine schwer verletzte Katze durch die Gegend schleppt. Gisela Gebel (links mit Lebendfalle) fährt hin und entdeckt auch gleich das arme Tier. Es zieht beide Hinterläufe hinter sich her und braucht dringend Hilfe. In dem ganzen Gebiet um den Bauhof herum fallen der Tierschützerin  noch etliche weitere Katzen auf. Es sind alles verwilderte Hauskatzen, alle müßten unbedingt kastriert werden, damit ihre Zahl nicht noch weiter zunimmt. Die Tierschüterzin weiß, dass eine Menge Arbeit und hohe Kosten auf unseren Tierschutz-Verein zukommen. Aber genau das ist eben auch ein wichtiger Teil der Tierschutzarbeit:  einen Beitrag zu leisten, um die Flut verwilderter Hauskatzen einzudämmen. Zunächst kümmert Gebel sich um das verletzte Tier, einen schwarz-weißen Kater. Sie fängt ihn mit einem Käscher ein und fährt sofort zum Tierarzt. Leider stellt sich dort heraus, dass der ‚Namenlose‘ nicht zu retten ist. Er wurde vom Auto angefahren,und beide Hinterläufe sind mehrfach gebrochen.Teilweise sind die Brüche offen. Ein Leben in der Wildnis würde er nicht überstehen. Er würde über Tage oder gar Wochen leiden und Katzen-Fang-Aktion 23022014-Tigerkatze-500schließlich qualvoll verenden. Das wollen wir ihm ersparen. Die Tierärztin erlöst das Tier. Sanft gleitet der namenlose Schwarz-Weiße in den Katzenhimmel ab.
Schon am nächsten Tag ist Gisela Gebel mit einigen Helfern wieder  zur Stelle und baut mehrere Lebend-Katzenfallen auf, die mit Futter bestückt werden.  Täglich werden diese nun zweimal kontrolliert. Die eingefangenen Tiere werden sofort zum Tierarzt gebracht und kastriert.
Drei Wochen nach Beginn der Kastrationsaktion werden alle 25 Tiere wieder an derselben Stelle entlassen. Sie können ein freies Leben führen, so wie sie es gewohnt waren, ohne  immer wieder Nachwuchs zu produzieren. Diese Freilassung haben wir gefilmt:

Hilfe tut Not
Wer unsere Katzenprojekte unterstützen möchte, kann  eine Kastrationspatenschaft übernehmen oder auch Futter spenden. Wir freuen uns sowohl über finanzielle, als auch über tatkräftige Unterstützung. Sie haben Fragen dazu? Bitte kontaktieren Sie uns unter Tel.02645- 8621 (abends oder Wochenende) Gisela Gebel oder Ulrike Peters 02662-969 76 24 oder 0162- 73 54 709

Hintergrund-Inforamtionen: Warum ist Kastration so wichtig?
Nachts hört man  die lauten Katzenschreie, wenn Kater um die rolligen Kätzinnen oftmals blutige Schlachten führen, um sich fortzupflanzen. Nicht selten wird eine Kätzin von mehreren Katern direkt hintereinander gedeckt. Der Deckakt an sich ist für das Weibchen sehr schmerzhaft, denn der Kater beißt sich im Nacken fest, um nicht von anderen Katern während des Paarungsaktes von der Katze gerissen zu werden. An seinem Penis befinden sich Wiederhaken, die ebenfalls sicher stellen sollen, dass der Deckakt vollzogen werden kann. Das Resultat: vielfach unerwünschter Katzennachwuchs. Oft kommen die Katzenwelpen schon krank auf die Welt. Ursache hierfür sind Inzucht, ausgezehrte Mutterkatzen und Viruserkrankungen wie FIP, FIV (Katzenaids) und Leukose. Letztere werden meist bei der Paarung übertragen. Um diesen Teufelskreislauf zu unterbrechen, kastrieren wir das ganze Jahr hindurch.

 

 

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