Schildkröten & Exoten

Was sehen Sie? Einen Haufen Laub?
Wir sehen eine Schildkröte im Winterschlaf.  

Unsere Schildkröten haben sich von Oktober bis Ende November witterungsbedingt auf die Winterstarre, sprich Hibernation, vorbereitet und sich in ihren Schildkrötenhäusern eingegraben. Ihr Stoffwechsel ist weit heruntergefahren. Als sich der erste Bodenfrost Ende November angekündigt hatte, haben wir die Überwinterungskisten (siehe Foto)  vorbereitet und mit Muttererde und Laub gefüllt. Vor dem Umzug  in ihr termperaturstabiles „Winter-Quartier“ von ca. 4 ° C haben wir die Schildkröten gewogen, damit das Gewicht kontrolliert werden kann. Nun ist sichergestellt, dass die Winterstarre durch Temperaturschwankungen nicht gestört wird. Nach ca. 3 – 4 Monaten werden die Schildies wieder in ihr Freigehege einziehen und sicherlich die Frühlingssonne genießen.

Wer Fragen zum Thema Schildkröten hat,  dem steht unsere Pflegestelle Andrea Schurig zur Verfügung. Tel. 02645-5503169 (bitte auf AB sprechen). Sie  ist auch unsere Ansprechpartnerin, wenn es um Exoten wie  Geckos, Schlangen, Skorpione , etc. geht.

Zur Zeit bei uns in Pflege (im Winterschlaf):
Die russische Steppenschildkröte Berta. Sie  wurde letztes Jahr auf dem Friedhof Stieldorf bei Königswinter gefunden und unserem Verein übergeben. Da Berta eine feuchte Nase hatte, war Andrea Schurig  klar, dass sie krank war. Ein Reptilien-Fachtierarzt nahm einen Abstrich und stellte fest, dass Berta Mycoplasmen-positiv ist. Mycoplasmen sind einzellige Bakterien, die keine abgeschlossene Zellwand haben. Das heißt, kranke Tiere können nicht mit Antibiotika behandelt werden, sondern nur die Symptome. Deshalb müssen diese Tiere bei kaltem, feuchtem Wetter schnell ins Trockene und Warme ! Sie dürfen auch nicht mit  Artgenossen zusammen gehalten werden wegen der Ansteckungsgefahr.