Stadttauben-Hilfe

Vorurteile gegenüber Stadttauben
Unsere Gesellschaft ist geprägt von Vorurteilen gegenüber Stadttauben. Sie resultieren aus einem tiefsitzenden falschen Bild und falschen Informationen über Stadttauben, weshalb wir mit ein paar Fakten und korrekten Informationen beginnen möchten. Wir hoffen, dass diese unsere Arbeit und unsere Absichten verständlicher machen.

  1. Stadttauben sind keine Wildtiere. Sie sind verwilderte Haustiere (Haus- und Brieftauben, Hochzeitstauben) und daher auf eine grundständige Pflege durch uns Menschen angewiesen.
  2. Die hohe ganzjährige Brutaktivität ist ein angezüchtetes Merkmal und lässt sich nicht über das Futterangebot steuern.
  3. Stadttauben sind reine Körnerfresser, finden aber in den Städten kein artgerechtes Futter und ausreichend sauberes Trinkwasser.
  4. Durch die Mangel- und Fehlernährung entsteht ein durchfallartiger flüssiger „Hungerkot“, der als unangenehm gilt und Straßen, Bahnhöfe, Gebäude und Fahrzeuge verunreinigt.
  5. Der Kot der Stadttauben hat aber keine substanzzerstörende Wirkung auf Gebäudefassaden.
  6. Stadttauben übertragen nicht mehr Krankheiten als jedes andere Haus- oder Wildtier. Eine Übertragungsgefahr auf uns Menschen ist sehr gering.
  7. Stadttauben werden in den Städten durch Vergrämungsmaßnahmen wie Netze, Spikes oder Gitter nicht verscheucht. Solche Abwehrmittel sind wirkungslos und können zu Verletzungen führen.

Lösungskonzept: Integratives Stadttaubenmodell
Ziel des Stadttaubenmodells (auch „Augsburger Modell“ genannt) ist es, durch tierschutzgerechte Maßnahmen eine gesunde und stadtverträgliche Stadttaubenpopulation zu erreichen. Weil Stadttauben keine Wildtiere sind, sind sie auf eine Grundversorgung angewiesen, die u. a. eine Futter- und Wasserbereitstellung und tiermedizinische Versorgung umfasst. Wir möchten auch in Bad Honnef ein solches Modell umsetzen und dabei eng mit der Stadt Bad Honnef und den dafür zuständigen Behören zusammenarbeiten.

Unser Taubenhaus (ehemaliger Bauwagen)
Schwerpunkt des integrativen Konzepts zur tierschutzgerechten Regulierung von Stadttaubenpopulationen sind betreute Taubenschläge. Dort kann eine Geburtenkontrolle durchgeführt, Kot gesammelt und entsorgt werden. Durch artgerechte Fütterung sowie Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen werden die Tauben außerdem gesund erhalten. Die Betreuung eines Taubenschlags ist arbeits- und damit auch zeitaufwendig. Doch die Gewißheit, dass die Tiere gut versorgt und sicher vor Übergriffen sind, entschädigt mehrfach für alle Mühe.

Wir haben nun  einen alten Bauwagen gekauft und zu einem Taubenhaus umfunktioniert. Dort sind künstliche Nistplätze eingerichtet. Diese Nistplätze werden durch unsere ehrenamtlichen Helfer betreut und kontrolliert. Im Frühstadion der Bebrütung werden die Eier in den Nestern durch Ei-Attrappen ausgetauscht. Dadurch kann eine geringere, gesunde und gepflegte Population entstehen.  Das Taubenhaus steht am Rheinufer von Bad Honnef in der Nähe von bereits bestehenden Brut- und Sammelplätzen von Stadttauben. Eine regelmäßige artgerechte Fütterung, die Bereitstellung von frischem Wasser, die Sauberhaltung des Taubenhauses und Umgebung sowie ein Austausch der Gelege durch Ei-Attrappen und eine tiermedizinische Versorgung wird durch unsere  ehrenamtlichen Helfer gewährleistet.

Der Kauf und Umbau des Bauwagens in ein Taubenhaus war teuer. Wer unser Taubenprojekt unterstützen möchte, spendet bitte an Tierschutz Siebengebirge Iban DE 70 3705 0299 0000 191 601. Stichwort: Taubenhilfe.

Wer Fragen zum Stadttaubenprojekt hat, meldet sich gerne  bei Silvia Schulte, Tel. 0162- 27 35 120

Für die Ausstattung des Taubenschlags haben wir eine Wunschliste bei Amazon erstellt. Wer uns helfen möchte, schaut bitte hier:
Amazon Wunschliste Stadttauben-Hilfe