Status: offen
Name: Milan
Rasse: Viszla/Pointer -Mix
Geschlecht: männlich, kastriert
Alter: 1 Jahr
Schulterhöhe/Grösse: ca 45-50 cm, 16 kg
Farbe: braun
Abgabegrund: Übernahme von unserem rumänischen Kooperationspartner
Verträglich mit: Hunden
Dies schreibt uns seine Pflegestelle: Herzlich willkommen, du kleiner Kerl mit der Marzipankartoffelnase. Wir dachten eigentlich, ein Vizsla-Mix käme in die Pflegestelle. Als Milan da war, fanden wir “Spuren von Pointer in seiner Optik und im Gangbild!”
Milan war ja so müde von der Reise aus Rumänien. Bei der Vorstellung im Hunderudel fiel das Kerlchen einige Male rückwärts um – er war total erledigt. Inzwischen hat Milan sich gründlich ausgeschlafen und frisst mit gutem Hunger. Vom Gassigehen hat er die ersten Tage nichts gehalten, es waren eher so Lauf- und Trage-Veranstaltungen. Aber er hat täglich mehr Freude dran, vor allem, wenn noch ein Hund dabei ist.
Milan hat jede Menge Schrammen und Narben. Das Leben im Tierheim gleicht einer Jugend in der Bronx, es wird geprügelt, gehauen und gebissen beim Fight um Futter und
Liegeplätze.
Aber unsere Hunde zeigen uns immer wieder, was es heisst, das Beste aus allem zu machen. Milan spielt mit den Artgenossen, steckt Rüffel devot weg und freut sich über Zuwendung, Futter, seine Decke und den lieben guten Tag!
Wir können uns allesamt eine Scheibe abschneiden vom Lebenswillen dieser Wesen.
Update vom 27.11.: Neuigkeiten von Milan. Die Haut sieht gut aus. Die Wunden verheilen, es bleiben Narben, aber das ist nun mal so. Er spielt mit den Hunden hier und ist – zugegeben – mitunter etwas tollpatschig, daher zieht er sich hie und da neue Blessuren zu.
Auch eine Pflegestelle ist kein Ponyhof. Da gibt es schon mal Kloppe von den “Großen”, wenn man nervt. Was uns begeistert, ist sein Wunsch, Kontakt mit uns aufzunehmen. Das ist ein Wesenszug, der auf gute Zusammenarbeit hoffen lässt. Er hat immer Hunger. Auch das ist prima! Mit verfressenen Hunden kann man gut arbeiten.
Das Gassi-Thema ist noch ausbaufähig. An manchen Tagen trabt er munter los und freut sich und manchmal blockiert er. Wir nehmen ihn aber immer mit in verschiedenen Konstellationen. Mit Hundekollegen geht es besser als solo. Wald und Wiese ist netter als Asphalt. Lange Touren überfordern sein Köpfchen, er bricht dann regelrecht ein. Da gilt es, ihn sachte und geduldig aufzubauen.
Stubenreinheit ist noch in Arbeit, die Erfolge sind schwankend, aber es ist “Licht am Ende des Tunnels”. Er sucht sich mitunter Schlafplätze abseits des Trubels im Haus. Nicht selten liegt er im Keller auf einem Wäscheberg.
Wir haben ihn – wie alle Neuankömmlinge – auf Reisekrankheiten testen lassen und er hat Glück und nichts mitgebracht.
Beim Autofahren liegt er ruhig hinten drin, wir haben nichts von Übelkeit bemerkt bisher. Er ist bar jeder Aggression, auch wenn wir ihn einfach auf den Arm nehmen und von einem Raum in den anderen transportieren oder ihm Dinge aus dem Maul nehmen, die da nicht rein gehören, er wehrt sich nicht.
Was er nun braucht sind Menschen mit Herz und Verstand, am besten einen netten Hunde-Kollegen, nett wäre ein Garten, Zeit, Liebe, Wissen um das sanfte Wesen der Jagdhunde.
Sollte das Ihr Traumhund sein, bitten wir Sie, unsere Selbstauskunft auszufüllen und an die Hundeabteilung zu senden. Vielen Dank! Vermittlungsanfragen ohne Selbstauskunft können aus Kapazitätsgründen nicht bearbeitet werden. Wir bitten um Verständnis.
Kontakt: hundeabteilung@tierschutz-siebengebirge.de

















