Wir sind sehr besorgt!

Katzenleben unter dem Radar – Wenn das Ausmaß des Elends sichtbar wird

In den vergangenen Wochen wurden wir mehrfach um Hilfe bei privaten Katzenhaltungen gebeten. Die Fälle reichten von Animal-Hoarding, überforderten, betagten Tierhaltern bis hin zu unkontrollierter Vermehrung und verwilderten, herrenlosen Hauskatzen. Viele der Tiere lebten über lange Zeit unter dem Radar – unterversorgt, krank, ohne ausreichende Fürsorge und Pflege.

Und wenn dann das ganze Ausmaß des Leids sichtbar wird, zählt jede Minute, um diesen Tieren zu helfen. Die Schicksale einzelner Katzen verdeutlichen die Dramatik: So kam Katze Linnea trächtig in unsere Obhut und brachte ihre Kitten tot zur Welt. Katze Kiana kämpfte draußen wochenlang mit einer schweren, unbehandelten Bissverletzung ums Überleben und erlag schließlich einem Infekt. Andere Tiere, wie Katzenmutter Maileen, hatten das große Glück, rechtzeitig von uns entdeckt und aufgenommen zu werden. In unserer “Mutter-Kind”-Pflegestelle durfte sie ihre Welpen in bestmöglicher Versorgung auf die Welt bringen und aufziehen.
Wir sehen die Ursache in der Tierhaltung vor allem in mangelnder Vorsorge und fehlendem Verantwortungsbewusstsein. Eine konsequente Kennzeichnung mittels Mikrochip sowie die Kastration ab dem 6. Lebensmonat sind unerlässlich, um unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Ebenso wichtig sind regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen und gezielt behandeln.
Wir appellieren eindringlich an alle Tierhalter: Wer sein Tier nicht mehr fürsorglich versorgen kann, sollte frühzeitig Hilfe bei Tierheimen oder Tierschutzvereinen suchen. Niemand muss mit der Situation allein bleiben, denn Hilfe ist möglich, wenn man sie rechtzeitig in Anspruch nimmt.
Die fast wöchentlich eintreffenden “Notfelle” sind für unser Katzen-Versorger-Team eine enorme, seelische Belastung und die Versorgung dieser Tiere stellt unseren Verein auch finanziell vor große Herausforderungen: Die Kosten für Operationen, Diagnostik, Medikamente und Pflege bilden einen großen Posten in der Kasse. Doch wir haben eine Aufgabe, ein Versprechen und möchten weiterhin jedem einzelnen Tier in Not helfen.

Für Katzen in Not haben wir vor vielen Jahren den „Feli-Fonds“ ins Leben gerufen. Wer uns bei dieser so wichtigen Aufgabe unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende an: Tierschutz Siebengebirge, IBAN: DE70 3705 0299 0000 191 601, Verwendungszweck: „Feli-Fonds“.

Im Namen unserer Samtpfötchen sagen wir von Herzen “Danke schön!”