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Wenn Menschen hinsehen …

 und so Schlimmeres verhindern

Im November letzten Jahres meldeten besorgte Nachbarn bei der Wellensittich-Expertin des Tierschutz Siebengebirge einen traurigen Anblick: Ein einsamer Wellensittich saß eingesperrt in einem Käfig draußen auf einer Terrasse, bei klirrender Kälte. Die Ehrenamtlerin des Vereins zögerte keine Sekunde und machte sich schnell auf den Weg in der Hoffnung, dass es für den kleinen Vogel noch nicht zu spät war. Vor Ort erklärte ihr der Halter des Sittichs, dass er mitten im Umzug ist und den Vogel (namens Chico) nicht mit in die neue Wohnung nehmen dürfe und nicht wisse, wohin mit ihm.

Sprachlos nahm die Pflegestelle den frierenden, verwaisten Wellensittich an sich und fuhr mit ihm nach Hause. Dort setzte sie ihn zu Ernie und Bert, zwei Wellensittiche, die bereits ein liebevolles Zuhause in Aussicht hatten und in den nächsten Tagen umziehen sollten. Innerhalb weniger Stunden wurden Chico und Ernie unzertrennlich. Schnäbeln, Nähe, Vertrauen – als hätten sie sich ein Leben lang gesucht. Bert betrachtete diese neue Freundschaft gelassen. Das Pflegefrauchen hatte erst große Bedenken und auch ein wenig Sorge: Wie sollte sie es übers Herz bringen, diese frisch entstandene Freundschaft wieder zu trennen? Doch wer nicht fragt, bekommt auch keine Antwort: Ein Anruf bei den zukünftigen Adoptanten von Ernie und Bert, eine kurze Schilderung der neuen Situation und dann die erfreuliche Antwort und Entscheidung: „Wir übernehmen Chico auch“. Die Adoptanten erklärten sich spontan bereit, alle drei Sittiche in ihren bestehenden Schwarm aufzunehmen. Es war eine große Erleichterung für die Pflegestelle und das große Glück für Chico, der nun Teil einer großen Vogel-Familie ist.

An dieser Stelle appellieren wir an jeden Tierhalter, sich an Tierheime und Tierschutzvereine zu wenden, wenn sie ihre Tiere nicht mehr behalten können oder wollen. Ein Tier in die Kälte rauszusetzen ist herzlos, es auszusetzen sogar eine Ordnungswidrigkeit. Es kann jedem Tierhalter geholfen werden, wenn er nur fragt…
Ein herzlicher Dank geht an die Nachbarn, die beim Tierschutz Siebengebirge um Hilfe gebeten und Sittich Chico so Schlimmeres erspart haben.

*** Blutspende dringend benötigt ***

Hilfe für Hund aus Bad Honnef

Eben erreicht uns über die Hotline ein Hilferuf einer Familie aus Bad Honnef. Ihr Hund muss morgen (9. Januar) operiert werden und hierzu wird dringend eine Blutspende benötigt.

Bitte, wer helfen kann: Meldet euch bei unserer Hotline, dort bekommt ihr die Kontaktdaten und mehr Infos: 0 22 24 / 980 32 16

Vielen Dank !!!

Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest

Das bevorstehende Weihnachtsfest möchten wir zum Anlass nehmen, um auf ein Jahr voller Herausforderungen und Emotionen zurückzublicken:

2025 war ein besonders intensives Jahr, geprägt von unzähligen, teilweise erschütternden Tier-Schicksalen. Die Anzahl der aufgenommenen Hunde, Katzen und Kleintiere ist enorm, die Meldungen über verwahrloste und vernachlässigte Tiere, haben unsere Ehrenamtler zutiefst erschüttert, das Ausmaß des Leids, das Tiere täglich erleben, ist alarmierend und hat sowohl die körperliche- wie auch seelische Grenze des Ertragbaren überschritten, als auch die finanziellen Ressourcen unseres Vereins auf eine harte Probe gestellt. Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest weiterlesen

Absolute Verzweiflung …

… und unser stilles Versprechen …

Seit Bestehen unseres Vereins kämpfen wir unermüdlich für die Sichtbarkeit des Katzenelends und die Prävention zum Schutz der Hauskatze.

Fast alle Tierschutzvereine und Tierheime leiden unter der großen Flut an Katzen, die über sie hereinbricht. So auch wir: Es handelt sich dabei um verunfallte, unkastrierte, kranke, ausgesetzte, trächtige Katzen, ungewollter Katzennachwuchs, Abgabe weil die Tierarztkosten nicht mehr tragbar waren Absolute Verzweiflung … weiterlesen

Milky wurde mit Verletzungen gefunden

Wenn ein Leben nichts mehr wert ist …

Aufmerksamen Passanten ist es zu verdanken, dass zwei recht auffällige Katzen der Rasse British Kurzhaar entdeckt und gerettet wurden: Ein winziger Katzenwelpe und ein Zuchtkater wurden hinter einem Discounter in Asbach auf einer wilden Müllkippe entsorgt. Die Finder informierten uns und wir brachten die Tiere umgehend zum Tierarzt. Während beim Zuchtkater Giardien und Katzenschnupfen diagnostiziert wurde, erkannte man bei dem vier Wochen alten Katzenkind neben Katzenschnupfen auch ein Geschwür am Auge, welches schnell operativ entfernt werden musste.

Die kleine Milky, den Namen gaben wir ihr, wurde in einer unserer Pflegestelle untergebracht, da eine engmaschige Betreuung von Nöten war. Die erfahrenen Pflegeeltern bemerkten schnell, dass Milky leider noch mehr gesundheitliche Probleme hatte.

Milky mit Kragen, nach der OP
Milky nach der 1. OP

Der Katzenschnupfen besserte sich, aber das Gangbild zeigte Auffälligkeiten. Es folgten Blutabnahmen und Untersuchungen beim Spezialisten: Verdacht auf die neurologische Form der felinen infektiösen Peritonitis (FIP). Milky bekam Tabletten über einen langen Zeitraum und es ging ihr langsam besser, zwischendurch sogar richtig gut…alle schöpften Hoffnung bis zu dem Tag, als Krampfanfälle folgten und Milky auf Epilepsie behandelt wurde. Mehrmals standen die Tierschützer vor der entsetzlichen Entscheidung, das kleine Katzenkind erlösen zu müssen – doch Milky gab nicht auf – sie kämpfte sich immer wieder ins Leben.

Ein CT brachte endlich Klarheit: Milky hat einen Leber-Shunt, eine Lebergefäßmissbildung, die zu neurologischen Symptomen führt, aber in diesem Fall operabel ist. Am 6. Januar fand die erste von zwei Shunt-Operationen statt. Die zweite, lebenserhaltende Shunt-Operation erfolgt im Februar.

Milky hat eine lange Narbe am Bauch
Die große Narbe der 1. OP

Vielleicht fragt sich der ein oder andere: Warum nimmt der Verein diese enormen Aufwendungen für dieses eine Tier auf sich? Die Antwort begründet sich in der Herzenssache des Vereins: „Wir helfen Tieren“. Milky, die als reinrassige Britisch Kurzhaar geboren wurde, war bei ihren früheren Besitzer nichts (mehr) wert, als man merkte, dass sie krank war und Kosten entstehen werden. Deshalb wurde sie wie Müll entsorgt. Und hier können wir nicht wegsehen und geben alles für dieses eine Leben!

Für derart drastische Katzen-Notfälle haben wir vor fast 10 Jahren den „Feli-Fonds für Katzen in Not“ ins Leben gerufen. Über diesen Spenden-Fonds finanzieren wir Operationen, MRTs, CTs und die Nachsorge.

Wer uns bei diesem Hilfsprojekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende und dem Stichwort „Feli-Fonds für Katzen in Not“ auf das Spendenkonto mit der
IBAN DE70 3705 0299 0000 1916 01 oder via Paypal.

Im Namen von Milky und den vielen anderen “vergessenen Katzen” sagen wir von Herzen Danke schön!

Die Not der wilden Hauskatzen

In Deutschland leben etwa zwei Millionen sogenannte Streunerkatzen. Hierbei handelt es sich um ursprünglich entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hauskatzen. Die verwilderten Nachkommen sind auf sich selbst gestellt und sind ungeschützt Krankheiten, Verletzungen, Hunger und der Kälte ausgesetzt.

Wir versuchen, die Not einzudämmen, indem wir verwilderte Hauskatzen einfangen, kastrieren lassen und nach ihrer Genesung wieder an ihren ursprünglichen Fundort zurück in die Natur bringen. Wie das abläuft, haben wir in diesem Film festgehalten. Wir danken Karsten Janotta und Kevin Kurth für die Erstellung des Videos.

Katze Nuckelchen

Unfassbar traurig

Es fällt uns sehr schwer, diese Nachricht zu schreiben.  Den Kampf um das Leben der lieben Katze Nuckelchen, über die wir an dieser Stelle mehrfach berichteten, haben wir nach 22 Tagen Bangen, Hoffen und Kämpfen durch Nuckelchen selbst, das unermüdliche Personal der Tierklinik und unserer ehrenamtlichen Helfer, leider verloren.  Nuckelchens Immunsystem hat letztendlich aufgegeben. Katze Nuckelchen weiterlesen